Was sind eigentlich "Phytopharmaka"

Häufig wird der Begriff "Phytopharmakon" allgemein für "pflanzliches Arzneimittel" eingesetzt. Von "chemisch-synthetisch hergestellten Arzneimitteln" unterscheiden sich Phytopharmaka im wesentlichen dadurch, dass sie als Wirkstoff eine pflanzliche Zubereitung anstelle definierter chemisch-synthetischer Substanzen enthalten.

Ein "Phytopharmakon im eigentlichen Sinne" zeichnet sich dadurch aus, dass seine Qualität und Unbedenklichkeit wissenschaftlich überprüfbar und seine therapeutische Wirksamkeit in klinischen Studien und durch ärztliches Erfahrungswissen nachgewiesen ist. Es wird zumeist in Form industriell hergestellter Zubereitungen, wie Tabletten, Dragees, Kapseln oder Tropfen, eingesetzt.

Arzneimittel, die aus Pflanzen isolierte, chemisch definierte Einzelwirkstoffe, z. B. hochwirksame Herzglykoside oder Alkaloide mit geringem Dosierungsspielraum enthalten, gelten nicht als "Phytopharmaka". Ihnen fehlen die an der Gesamtwirkung eines Phytopharmakons beteiligten natürlichen Begleitstoffe aus der Pflanze. In der modernen Phytotherapie kommen zumeist hoch dosierte, standardisierte oder normierte Pflanzenextrakte zum Einsatz.

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