Beratung in der Apotheke

Viele Menschen nutzen die Apotheke als kürzesten Weg zur Gesundheit. Gerade aber, wenn Sie Ihre Beschwerden selbst behandeln wollen, sollten Sie auf eines nicht verzichten: auf den fachkundigen Rat Ihres Apothekers.

Enge Zusammenarbeit zwischen den Heilberufen - zum Wohle Ihrer Gesundheit
Wenn Sie allergisch auf bestimmte Stoffe reagieren, regelmäßig noch andere TraubensilberkerzeMedikamente einnehmen oder möglicherweise Ihre Kinder selbst behandeln wollen, teilen Sie dies im Beratungsgespräch Ihrem Apotheker mit! Er wird Ihnen helfen, Ihr Medikament optimal anzuwenden. Er wird Sie auch auf eventuelle Risiken hinweisen, und er wird Sie, falls erforderlich, an einen Arzt verweisen. Der Arzt ist Fachmann für Diagnose und Therapie der Erkrankungen.

Die auf Initiative der Apotheker- schaft hin gegründete "Arbeitsgemeinschaft Arzt/Apotheker" trägt dieser engen Verflechtung zwischen den beiden Heilberufen Rechnung: Gemeinsam wird in regionalen Arbeitsgruppen über den sinnvollen Umgang mit Arzneimitteln, über Arzneimitteltherapie und Risiken beraten.

Lassen Sie sich beraten
Viele pflanzliche Arzneimittel sollten nicht unkritisch Verwendung finden. Oft ist intensive Beratung nötig. Es gibt eine große Anzahl pflanzlicher Heilmittel, die aus diesem Grunde nur in der Apotheke erhältlich sind. Dies gilt insbesondere für Heilpflanzen, die bei fehlerhafter Anwendung ein ernst zu nehmendes Risiko darstellen!

Doch auch für Arzneipflanzen, die gut verträglich sind, aber zur Behandlung gewisser Erkrankungen einer engen Betreuung durch Heilberufler bedürfen, gilt der Grundsatz: Erst informieren, dann behandeln!

Als ausgesprochen heilsam haben sich bestimmte Arzneipflanzen beispielsweise in der Frauenheilkunde erwiesen. Dem verständlichen Wunsch vieler Frauen, ihre Beschwerden mit nebenwirkungsarmen pflanzlichen Heilmitteln zu behandeln, wird von einer Sägepalmezunehmenden Zahl an Fachärzten Rechnung getragen. Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze erwiesen sich als gut geeignet, die teilweise mit Nebenwirkungen einhergehende "Hormontherapie" zu ersetzen. Dies sollte aber individuell von dem verantwortlichen Arzt entschieden werden!

Auch bei der Behandlung von Prostatabeschwerden (gutartige Schwellung der Vorsteherdrüse = "benigne Prostatahyperplasie") und damit einhergehender Harnverhaltung (Miktionsbeschwerden) werden spezielle Heilpflanzen mit Erfolg eingesetzt. Besonders Brennnesselwurzel und Sägepalmenfrüchte sind wissenschaftlich gut untersucht. Viele Fachleute bezeichnen sie als "Mittel erster Wahl".
Aus Kürbissamen gewonnene Arzneimittel finden hier ebenfalls Verwendung.

Bei guter Verträglichkeit der Zubereitungen aus diesen Heilpflanzen ist eine Langzeitanwendung unbedenklich. Doch sollte der Verlauf der Grunderkrankung durch einen darauf spezialisierten Arzt "fachurologisch" in regelmäßigen Abständen überwacht werden, denn hinter diesen Beschwerden könnten sich u. U. auch bösartige Tumorerkrankungen verstecken. Eine entsprechende Beratung ist hier unverzichtbar.

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